9. Tag: Nassereith — Heiterwandhütte

Alpendurchquerung

Datum: 3. August 2014

Dieses Mal haben wir etwas geschummelt. Die letzte Etappe endete ja in Nassereith am Postplatz, weitergegangen sind wir heute aber ca. zwei Kilometer nördlich: von der Tankstelle Rastland. Wir haben in der Tankstelle gefragt, wo wir das Auto ein paar Tage stehen lassen können, und wurden an die Parkplätze verwiesen, die nicht direkt am Eingang der Raststätte liegen. Zur Heiterwandhütte (2017m, eine Selbstversorgerhütte) gibt es von Nassereith zwei Wege, entweder direkt und steil über das Reissenschuhjoch (2054m) mit Gegenanstieg oder etwas weiter, aber moderater durch das Tegestal. Wir haben uns für letztere Variante entschieden, ein schöner, durchaus mit viel Gepäck und Kindern machbarer Weg. Dennoch sind es 1150 HM.

Wegstrecke: Von der Raststätte geht es über eine kleine Brücke ins Tegestal. Man folgt dem breitem Fahrweg ins Tal hinein. Nach zwei atemberaubenden Serpentinen führt die Piste durch einen kleinen Felstunnel, auch hier gibt es steile, aber durch einen Zaun entschärfte Tiefblicke in die Schlucht. Nun geht es ein gutes Stück weiter, dann zweigt links ein Fahrweg mit deutlichem Schild Heiterwandhütte ab. Man begibt sich ins Reissenschuhtal, das später nach rechts abknickt, bis zum Talschluss. Der Weg verliert sich gegen Ende, aber das spielt keine Rolle. Der Wanderer geht einfach bis auf den Sattel, der einen gewaltigen Ausblick nach Südwesten ins Alpeiltal bietet. Rechts oben liegt dann die Hütte.

Höhendifferenz: 1150 HM+

Zeit: 5h

Schwierigkeit: Unschwer, aber lang.

Wetter: Vorhergesagt war den ganzen Tag Regen, nass wurde es erst in der Nacht.

Einkehr: Heiterwandhütte. Man benötigt einen AV-Schlüssel. Die Hütte ist spartanisch, Wasser gibt es nur an einer Quelle, die mit blauen Markierungen ausgeschildert ca. 5 Minuten entfernt liegt. Brauchwasser ist in der Hütte, geheizt und gekocht wird mit Holz. Kein Strom. Kerzen, Streichhölzer und Klopapier sollte man mitbringen. Toll ist die Lage der Hütte mit gigantischen Ausblicken auf Felsen, riesige Geröllfelder und entfernte Gipfel. Besonders genossen haben wir die Bank nach Südwesten in der Abendsonne.

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Suchbild: Wer sieht die junge Bergsteigerin?

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Tunnel im Tegestal

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Blick zurück auf Zugspitze und Wannig

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Im Reissenschuhtal

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Weglos zum Joch

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Tagesziel erreicht, die Heiterwandhütte

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Bombastischer Blick ins Alpeiltal

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Schafe an der Heiterwand

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8. Tag: (Biberwier –) Abzweig Schachtkopf — Wannigumgehung — Nassereith

Alpendurchquerung

Datum: 19. Juli 2014

3 Jahre ist es her, seit der letzten Etappe. Im August soll es dann in die Lechtaler Alpen gehen, aber es fehlte noch ein kleiner Zwischenschritt zwischen Biberwier und Nassereith, am Fernpass vorbei. Der Weg könnte über Handschuhspitze und Wannig gehen, aber 1600 HM rauf und 1800 HM wieder runter bei einer langen Distanz, war uns zu heftig. Wir sind also am Wannig vorbei mit 1000 HM rauf und 1200 runter. Wobei der Anblick den Fels zum Wannig hinauf immer wieder verlockend war.

Wegstrecke: Von Biberwier sind wir nicht den direkten Weg zur Sunnalm hinauf, sondern über den Knappensteig, um an der letzten Etappe anknüpfen zu können. Dann geht der Weg am Schachtkopf vorbei, über den Jubiläumsweg und in insgesamt etwa 2,5 h zur Sunnalm. Oberhalb des Gasthauses quert man Richtung Wannigkar, rechts davon kommt ein steiler Grasaufschwung zum Berglesboden. Nun folgt ein schöner Höhenweg nördlich um den Wannig herum zur Nassereither Alm. Von dort geht es steil und heftige hinab nach Nassereith, wobei der hin und wieder schlecht markiert und ausgeschildert ist.
In Nassereith endet unsere Etappe und hier soll es in zwei Wochen weiter gehen: zur Heiterwandhütte.

Höhendifferenz: 1000 HM+/1200 HM

Zeit: 7 h

Schwierigkeit: Auf dem Jubiläumsweg zwischen Schachtkopf und Sunnalm kommen ein paar Geröllpassagen. Sonst einfacher Wanderweg. Zwischen Nassereither Alm und Nassereith schlecht markiert und ausgeschildert.

Wetter: Einer der heißesten Tage des Jahres.

Einkehr: Sunnalm und Nassereither Alm.

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Knappensteig von Biberwier

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Leermoos und der Daniel

Ehrwald und Zugspitze
Ehrwald und die Zugspitze (rechts)

Am Schachtkopf vorbei
Am Schachtkopf vorbei

Handschuhspitze, Wannig und darunter die Sunnalm
Handschuhspitze, Wannig und darunter die Sunnalm. Unser Weg ging rechts über den steilen Grashang hoch, rechts unterhalb der Felsen vorbei.

Gartnerwand im Hintergrund
Jubiläumsweg und dahinter die Gartnerwand

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Sattel zum Berglesboden

Rauchberg, Alpleskopf und Heiterwand
Die nächste Etappe im Blick: Rechts die Heiterwand.

Kletterfelsen in Nassereith
Das Ziel: Nassereith (mit schönen Kletterfelsen).

 

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